Story Center 2011.1 QUANTUM
Christian Künne : Treffen der Horizonte
Eine gelungene Auftaktgeschichte. Auf der Jungfernfahrt der Aufbruch kollidieren Interessen der Mächtigen an Bord des Schiffes, Interessen der Großmächte in dem von Künne erdachten Weltgefüge und dann geschehen an Bord des Schiffes Morde, ein geheimnisvoller, blinder Passagier sorgt für Verwirrung und die Geschichte nimmt Fahrt auf. Schön!
Enzo Asui : Senedo zu sein in barbarischen Zeiten
Indianer, ein Auftragsmord, der deutsche Adel und die Geheimnisse der Braukunst auf wenigen Seiten komprimiert. Die Geschichte hätte etwas länger wohl besser funktioniert.
Marianne Labisch : Eine bessere Welt
Die Geschichte zieht wieder an. Ein Fremder gelangt verletzt in den Vatikan und wird zum Ziel eines Anschlags. Der Commissario ermittelt und stellt fest, dass Fremde offenbar von jemandem unerwünscht sind…
Steffi Friedrichs : Fraternitas Sanguinis
Für mich die Geschichte mit den besten Figuren, die mich an die Verfilmung von „Im Namen der Rose“ haben denken lassen. Auch die Geschichte selbst ist spannend und unterhaltsam. Toll!
Vincent Voss : Die Maschine
Zu meiner Geschichte verrate ich nichts.
Christiane Gref: Futter für die Bestie
Auch unterhaltsam mit einigen Fragen, die ich mir während des Lesens stellte. Warum darf sie eigentlich ermitteln?
Sven Klöpping : Der mechanische Diplomat
Bisher kam ich mit Sven Klöppings Geschichten nicht ganz so gut klar, diese hier ist genial! Ein Blick in die Tiefe menschlichen Zusammenseins gepaart mit Humor und einer guten Beobachtungsgabe. Die Geschichte sollte in allen Interkulturellen Kommunikations-Seminaren gelesen werden. Wow!
Frederieke von Holzhausen : Das Kreuz ist der Schlüssel
Tolle Idee (was sind eigentlich Engel?), finstere Umgebung, auch diese Geschichte hält das bisher hohe Niveau dieser Anthologie.
Frederic Brake : Quantum
Ja, was soll ich sagen… Brake hat wieder eine tolle, einprägsame Geschichte hingelegt. Spannend und was mir vor allem gefällt, mit einem tricky Ende.
Achim Stösser : Die Mühlen Roms
Der Erfinder Cornelius wird angeworben, um Rom zu dienen. Der innere Konflikt des Erfinders mit dem Vatikan ist die eine Ebene der Geschichte, seine Reise die andere. Beide verwoben ergeben eine gute Geschichte mit einem starken Ende.
Angela Mackert : Kardinalrot
Androiden, Menschen, Glauben. Eine tolle Geschichte, die dieses Beziehungsdreieck umspannt. Hat mir sehr gefallen!
Insgesamt ist dieser erste Band eine starke Anthologie und nein, ich sage das nicht, weil ich mit einer Geschichte darin vertreten bin, und nein, ich habe auch schon Anthologien in denen ich vertreten war, keine guten Kritiken angedeihen lassen, sondern ich sage das, weil ich Anthologien sehr gerne lese und die Qualität einer Antho gut einschätzen kann. Hier versammeln sich mehrere Geschichten unterschiedlicher Couleur und bis auf eine, habe mich alle begeistern und fesseln können. Kurzum ein interessanter Band, den ich empfehlen kann.
Zombie des Monats März 2012
Ein ruhiger Monat, der beinahe ohne eine Nominierung verstrichen wäre. Auch gut, dachte ich, kann ich mich anderen Dingen widmen, doch dann drängte ES sich auf.
In diesem Monat gärten die Gerüchte in der Promiberichterstattung unter der Oberfläche, bis plötzlich Bill Kaulitz (war er das wirklich!?) ins zombifizierte GNTM-Puiblikum stagedivte und es wieder in die Tagesmeldungen schaffte. Und damit ist er für mich der Zombie des Monats, denn… tädä ist er jener Zombie, den zwar äußerlich Zombifizierte, aber nicht wirkliche Zombies, sondern Menschen, die so aussehen und tun als wären sie Zombies, zur Tarnung benötigen.
Das ist nicht ganz einfach zu erklären, aber nehmen wir einmal die Serie zur Comicvorlage „The Walking Dead“ . Hier versucht eine von Zombies in einem Kaufhaus eingeschlossene Gruppe hinauszugelangen, indem zwei von ihnen, Rick Grimes und Glenn, einen Zombie zerhacken und sich mit seinen Innereien einschmieren und behängen. Sie imitieren Gang und Mimik der Zombies und schlurfen in der wilden Horde stadtauswärts, ärgerlich nur, dass es zu regnen anfängt und die gute Tarnung dahin ist…
Unser Zombie des Monats B.K. ist der eine Freak-Zombie, dem die beiden folgen und die beiden,Rick Grimes und Glenn, sind ganz klar Karl Lagerfeld und Wolfgang Joop. Beide tarnen sich (seit Jahren) perfekt als Untote und trittbrettfahren den wirklich untoten Tokio-Hotel-Sänger , um von seiner untoten Jugend zu schlürfen. Der eine (W.J) zog mit dem Gruftie-Freak-Zombie durch die Nacht auf arte, der andere gedärmbehängte als Untoter getarnte Scheintote ernährt sich etwas länger als eine Nacht von seiner belle jeunesse. Zwei Fragen habe ich nur. Was passiert wenn alle drei durch den Monsun müssen? Löst sich dann die Tarnung und die beiden Modemacher sind was sie sind? Und wer von beiden ist eigentlich Rick Grimes?
Autopsiebericht 09.04.2012
Meine Geschichte „Die Maschine“ ist nun bei p.machinery erschienen und kann hier (http://www.pmachinery.de/archive/243) bestellt werden. Die Geschichte selbst lässt sich aber auch umsonst in der neuen Ausgabe (Nr.43) der Cthulhu Libria (http://www.literra.info/magazine/mag_ausgabe.php?id=1276) lesen.
Die Anthologie „Sherlock Holmes und das Druidengrab“ der Herausgeberin Alisha Bionda steckt in den Startlöchern und kann schon beim Fabylon Verlag vorbestellt werden. Das Cover von Crossvalley Smith gefällt mir sehr gut. Einzelheiten siehe hier: http://www.alisha-bionda.net/serien_reihen/sherlock_holmes_und_das_druidengrab.php
Mein Roman liegt derzeit bei 300.000 Zeichen und nähert sich dem Showdown, das Exposé will ich diese Woche fertigstellen und versenden. Mal sehen, was dann passiert.
Zu „Düstere Pfade“ der Herausgeberin Alisha Bionda habe ich meine Geschichte „Der Weg zurück“ beigesteuert, eine Geschichte mit großen subtilen Gruselelementen. Es hat Spaß gemacht, sie zu schreiben!
Zu „172,3“ hat Timo Kümmel eine Entwurfsidee für das Cover entwickelt, die mich schon sehr beeindruckt hat. Ich bin gespannt! Und das Lektorat schreitet auch voran.
Autopsiebericht 16.03.2012
Zwei, drei, nein sogar vier Dinge freuen mich derzeit.
Zum einen gibt es ein ausführliches Interview anläßlich der Nominierung meiner Geschichte “Tränensteine oder die Geschichte von Jack Headshot” zunm Vincent Preis. Zu lesen gibt es das hier: http://www.vincentvoss.de/wp-login.php
Hammermäßig freue ich mich über STORY CENTER 2011. In dem Band QUANTUM ist meine Geschichte “Die Maschine” erschienen, mein erster Ausflug in das Genre Steam Punk. Mal sehen, was sie so für Kritiken einfährt. Bestellen kann man hier: http://blog.pmachinery.de/2012/03/14/vatikan-unter-dampf-quantum-story-center-20111/
Freuen (?) kann ich mich auch darüber, dass ich zumindest noch keine Absage von RATPACK für den Schreib-um-dein-Leben-Wettbewerb erhalten habe. Nach deren Informationen werden jetzt noch die Kandidaten für die nächste Runde und die Gurken, die eine falsche Email-Addy hinterlassen haben telefonisch informiert. Ich bin nicht da! Zur Ausschreibung geht es hier lang: http://www.schreib-um-dein-leben.de/?page=anmeldung
Und ich freue mich, eine Geschichte für den Edgar Allan Poe-Wettberwerb beim BLITZ-Verlag eingereicht zu haben. Oh, Mann, ich wünschte, die Geschichte wird alle rocken!
“172,3″ geht voran. Heute habe ich die Danksagung fertig geschrieben. War gar nicht leicht!
Autopsiebericht 06.03.2012
Zahlreiche Projekte finden nun endlich zu ihrem Ziel!
Fast im Ziel ist die Anthologie “Sherlock Holmes und das Druidengrab”, die im Fabylon Verlag erscheinen wird. Meine Geschichte “Stimmen aus dem Jenseits” befindet sich in guten Händen im Lektorat und Crossvalley Smith hat schon eine düstere Innenillustration angerfertigt. Link siehe hier: http://www.alisha-bionda.net/serien_reihen/sherlock_holmes_und_das_druidengrab.php
Meine Geschichte “Die Maschine” wurde in die Anthologie Story Center 2011 in dem Band “Quantum” aufgenommen. Sie soll noch im März bei p-machinery erscheinen, das Lektorat ist bereits abgeschlossen. Hier eine Übersicht der Geschichten:
Christian Künne: Treffen der Horizonte Enzo Asui: Senedo zu sein in barbarischen Zeiten Marianne Labisch: Eine bessere Welt? Steffi Friederichs: Fraternitas Sanguinis Vincent Voss: Die Maschine Christiane Gref: Futter für die Bestie Sven Klöpping: Der mechanische Diplomat Frederieke von Holzhausen: Das Kreuz ist der Schlüssel Frederic Brake: Quantum Achim Stößer: Die Mühlen Roms Angela Mackert: Kardinalrot
Ebenso vermeldet Sven Klöpping eintrudelnde Geschichten für das anstehende Projekt mit dem Titel “Megafusion”, auf welches ich sehr gespannt bin. Meine Geschichte “Bullet” hat mir schon beim Schreiben sehr viel Spaß bereitet. Ein echter Tritt in den Arsch, sozusagen.
Und kribbelig werde ich auch, weil der Erscheinungstermin von “Zwielicht III” immer näher heranrückt. Die Druckfahnen liegen vor, bisher habe ich mich noch nicht getraut, eine Geschichte der geschätzten Kollegen zu lesen. Hier mal ein who is who:
Antje Ippensen – Tintige alte Welt Marcus Richter – Rex nemorensis Vincent Voss – Wünsch dir was!
Abel Inkum - Die Nacht im Schacht Dominik Grittner – Der graue Raum Rainer Innreiter – Gestrandet! Torsten Scheib – Das Muschelmädchen Jakob Schmidt – Der Wintermann Christian Endres – Knochen erinnern sich Hanno Berg – Die neue Software Michael Schmidt – Zwei Seelen in einer Brust Lothar Nietsch – Edward Christian Weis – Bruder Lazarus Achim Hildebrand – Biedenbach Algernon Blackwood – Das Tal der Tiere (The Valley of the Beasts)
Artikel:
Oliver Kotowski – Der Wald als Ort des Bösen im Horrorfilm Daniel Neugebauer – Lovecrafts Reisetagebuch Björn Ian Craig – Wenn einem der Atem stockt! Eric Hantsch – Eine Blume der Dunkelheit Michael Schmidt und Elmar Huber – Vincent Preis 2010 Malte S. Sembten – Laudatio auf Frank Festa
Das echt umwerfende Cover findet sich hier: http://defms.blogspot.com/2011/12/zwielicht-3-vorschau.html
Yeah!
Zombie des Monats Februar
Der Zombie des Monats geht an… einen ehemaligen Bundespräsidenten, dessen Namen ich aus Angst vor seinen grausamen Anrufen hier nicht verraten möchte. Aber den Zombie hat er sich durch seine Hartnäckigkeit verdient, niemals aufzugeben und stupide seinem Opfer nachzujagen, egal wie viele Verfolger er hat. Zudem ist er jener Zombie, von dem am Filmset gesagt wird, er sei des Regisseurs Liebling. Als einfacher Statist hat er sich durch Mimik und Gestik hochgespielt und erhält dadurch zusätzliche Akteurszeiten. Er ist jener Zombie, der sich besonders glaubhaft auf seine Opfer stürzt und diese ausweidet. Jener, der glaubhaft ein subtiles Grauen verbreitet, wenn er mit seinen Händen tiefer und tiefer in den Eingeweiden eines sterbenden Landes… Pardon, Opfers wühlt und lustvoll Gedärme und Innereien verspeist. In einfachen Shoot ém-Produktionen taucht er mehrmals, Knochen nagend, den Kopf in fremde Leiber versenkt, auf, gerne auch als Anführer-Zombie. In Genre-Filmen, die sich Zeit für eine Vorgeschichte nehmen, wäre er ein optimaler Zombie-Wendehals. Im Drehbuch treusorgender Familienvater mit leidenvoller Mops-Physiognomie und nach der Zombifizierung einer jener brutalstmöglichen Zombies, die man sich als Zuschauer nur wünschen kann.
Autopsiebericht 24 Februar 2012
Verkündung: Meine Geschichte “Die Maschine” wird im Story Center 2011 erscheinen. Folgende Infos gibt der Verlag p.machinery bekannt:
“STORY CENTER 2011 hat ein Titelbild von Lothar Bauer, aber noch keinen Titel. Umfang und Preis stehen ebenfalls noch nicht fest. Der Band wird Mitte März 2012 erscheinen, und folgende Autoren sind dabei: Galax Acheronian, Arno Endler, Frederieke von Holzhausen, Thomas Jordan, Christian Künne, Marianne Labisch, Sigrid Lenz, Angela Mackert, Holger Mossakowski, Nina Horvath, Steffi Friederichs, Christiane Gref, Sven Klöpping, Frederic Brake, Bernd Illichmann, Michael Pick, Vincent Voss und Achim Stößer. STORY CENTER 2011 wird als AndroSF-Band 19 “für den SFCD e.V.”” Link siehe hier: http://blog.pmachinery.de/
Mein Roman ist auf 250.000 Zeichen angewachsen, Bergfest wurde begangen und, das wichtigste für den Autoren, es macht Spaß, weiter zu schreiben, es gibt noch keine Tendenz, die Geschichte endlich beenden zu wollen.
Autopsiebericht
Mein dritter Roman gedeiht: 177.000 Zeichen, es geht weiter voran und die Spannungskurve aufwärts. Auch bei der Namenswahl bin ich klarer, vielleicht lasse ich das aber andere entscheiden…
Gestern wurden die nominierten Geschichten für den Vincent Preis verkündet und meine Geschichte ” Tränensteine oder die Geschichte von Jack Headshot” aus der Anthologie “Der Fluchdes Colorado River” im Verlag Torsten Low ist mit 5 anderen Geschichten benannt worden. Vor Schreck musste ich erst mal nach Biervorräten suchen und feiern. Jetzt heißt es: Ride on, Jack! Siehe hier: http://vincent-preis.blogspot.com/2012/02/die-nominierungen-des-vincent-preis.html
Zombie des Monats Januar
Zombie des Monats: Thomas Gottschalk
Heute ist Murmeltiertag und wer kennt nicht den legendären Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“? Ähnlich oft wie Phil Connors das Murmeltier Punxsutawney Phil begrüßen muss, musste ich Thomas Gottschalk als Jugendlicher und Erwachsener ertragen. Als Mann, der mir als Jugendlichen die neuesten Pop-Songs in Thommys Pop Show nahe brachte, in Na sowas als was auch immer und später dann als nerviger Blödmann in deutschen Dödelfilmproduktionen, die dann im elterlichen Wohnzimmern flimmerten. Aber besonders flimmerte er als Wetten-dass-Moderator generationsüberspannend und die eigene Sozialisation begleitend. Man sah ihn mit seinen Eltern und Großeltern, später fand man ihn scheiße und war Samstag abends auf Piste und noch später sah man ihn dann wieder mit seinen eigenen Kindern. Punxsutawney-Tommy lässt grüßen!
Und dann war er weg! Und das hat er gut gemacht. Dramatisch, aber nicht polemisch, gerührt aber nicht geschüttelt, so wie ich mir einen würdigen Abgang vorstelle und ihn mir von mir, natürlich in einer anderen, unbedeutenderen Position, auch erwarte. Aber wie es so ist mit Leuten, die den Zombie im Herzen tragen, kam er zurück und erkennt bisher seine eigene Zombifizierung noch nicht. Am ehesten erinnert er mich an jenen orange gekleideten Mönch aus Dawn oft he Dead, der den Überlebenden hartnäckig in ihr Wohnzimmer, Verzeihung, Versteck folgt und die restlichen Zombies auf ihre Spur bringt. Aber genauso könnte es sein. Thommy, Jahrgang 50, ist der erste Fernseh-Guru-Zombie, der tingelnd durchs Kaufhaus tobt und die Horde hinter sich herzieht. Wir werden bald sehen, wer ihm folgt und den Absprung nicht schafft. Hoffentlich wartet Peter dann schon im Hubschrauber auf uns…
Autopsiebericht
Nachdem ich mir gerade Ende 2011 geschworen hatte, nur noch wenige Kurzgeschichten zu schreiben, boomte es in dieser Gattung. Ich schrieb die Geschichten “Knochenflüstern”, “Lucie”, “Sherlock Holmes: Stimmen aus dem Jenseits”, “Bullet” und “Rotkäppchen und Dr.Wolf” und bemühe mich nun mich wieder in meinen schlafenden Roman einzufinden. Aber was soll´s, jede Kurzgeschichte MUSSTE geschrieben werden! Jetzt warte ich auf weitere Inspirationen und wenn sie denn eine kommt, wird sie zu Papier gebracht!