Zombie des Monats Januar

Zombie des Monats: Thomas Gottschalk

Heute ist Murmeltiertag und wer kennt nicht den legendären Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“?  Ähnlich oft wie Phil Connors das Murmeltier Punxsutawney Phil begrüßen muss, musste ich Thomas Gottschalk als Jugendlicher und Erwachsener ertragen. Als Mann, der mir als Jugendlichen die neuesten Pop-Songs in Thommys Pop Show nahe brachte, in  Na sowas als was auch immer und später dann als nerviger Blödmann in deutschen Dödelfilmproduktionen, die dann im elterlichen Wohnzimmern flimmerten. Aber besonders flimmerte er als Wetten-dass-Moderator generationsüberspannend und die eigene Sozialisation begleitend. Man sah ihn mit seinen Eltern und Großeltern, später fand man ihn scheiße und war Samstag abends auf Piste und noch später  sah man ihn dann wieder mit seinen eigenen Kindern. Punxsutawney-Tommy lässt grüßen!

Und dann war er weg! Und das hat er gut gemacht. Dramatisch, aber nicht polemisch, gerührt aber nicht geschüttelt, so wie ich mir einen würdigen Abgang vorstelle und ihn mir von mir, natürlich in einer anderen, unbedeutenderen Position, auch erwarte. Aber wie es so ist mit Leuten, die den Zombie im Herzen tragen, kam er zurück und erkennt bisher seine eigene Zombifizierung noch nicht. Am ehesten erinnert er mich an jenen orange gekleideten Mönch aus Dawn oft he Dead, der den Überlebenden hartnäckig in ihr Wohnzimmer, Verzeihung, Versteck folgt und die restlichen Zombies auf ihre Spur bringt. Aber genauso könnte es sein. Thommy, Jahrgang 50, ist der erste Fernseh-Guru-Zombie, der tingelnd durchs Kaufhaus tobt und die Horde hinter sich herzieht. Wir werden bald sehen, wer ihm folgt und den Absprung nicht schafft. Hoffentlich wartet  Peter dann schon im Hubschrauber auf uns…

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