Zombie des Monats Februar

Der Zombie des Monats geht an… einen ehemaligen Bundespräsidenten, dessen Namen ich aus Angst vor seinen grausamen Anrufen hier nicht verraten möchte. Aber den Zombie hat er sich durch seine Hartnäckigkeit verdient, niemals aufzugeben und stupide seinem Opfer nachzujagen, egal wie viele Verfolger er hat. Zudem ist er jener Zombie, von dem am Filmset gesagt wird, er sei des Regisseurs Liebling. Als einfacher Statist hat er sich durch Mimik und Gestik hochgespielt und erhält dadurch zusätzliche Akteurszeiten. Er ist jener Zombie, der sich besonders glaubhaft auf seine Opfer stürzt und diese ausweidet. Jener, der glaubhaft ein subtiles Grauen verbreitet, wenn er mit seinen Händen tiefer und tiefer in den Eingeweiden eines sterbenden Landes… Pardon, Opfers wühlt und lustvoll Gedärme und Innereien verspeist. In einfachen Shoot ém-Produktionen taucht er mehrmals, Knochen nagend, den Kopf in fremde Leiber versenkt, auf, gerne auch als Anführer-Zombie. In Genre-Filmen, die sich Zeit für eine Vorgeschichte nehmen, wäre er ein optimaler Zombie-Wendehals. Im Drehbuch treusorgender Familienvater mit leidenvoller Mops-Physiognomie und nach der Zombifizierung einer jener brutalstmöglichen Zombies, die man sich als Zuschauer nur wünschen kann.

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