Zombie des Monats

Heute wird das realweltliche Pendant zu Stephen Flyboy Andrews benannt und er wird der Zombie der letzten Monate sein. Sie erinnern sich sicher  an diese Figur aus „Dawn of the dead“, den Helikopter-Pilot  und Verkehrsberichterstatter? Nicht wirklich? Dann helfe ich auf die Sprünge… er fliegt den Hubschrauber und fällt eher als nichts könnende Nebenrolle auf, gelegentlich bringt er sogar seine Partner in Gefahr.  Er und seine Gefährten verschanzen sich in einem  Kaufhaus, bereinigen es von den Untoten und leben wie die Maden im Speck, bis… eine Horde marodierender Rocker einfällt und das Kaufhaus plündert. Alles ist in Ordnung, aber dann schlägt sie zu: DIE GIER. Während sein Kollege Roger sich mit dem weisen Kommentar „Es ist genug da!“ zurückzieht, überkommt es Flyboy, er dreht durch und eröffnet willenlos das Feuer. Na, kommen Sie schon darauf? Man lebt wie die Made im Speck und kann dann immer noch nicht den Hals voll genug bekommen? Na?

Weiter im Text. Flyboy hat die Situation unterschätzt, er wird angeschossen und flüchtet unter 5%  (Hinweis erkannt?)verwundet in den Fahrstuhl, wohin ihm die Untoten folgen und ihn beißen. Er kann sich gerade noch so in die Kabine retten. High noon, Punkt 12 Uhr, öffnet sich die Fahrstuhltür und der totenGELBE Andrews verbündet sich mit seinen untoten Zombiefreunden und führt alle Bestien gewissenlos zu seinen ehemaligen Freunden.

Welche Symbolik in dieser Szene steckt, welch Brückenschlag möglich ist… Also erst einmal muss man ja mal erwähnen, dass die FDP ja eigentlich für eine Interessengruppe steht, die der Anzahl nach ähnlich groß sein dürfte, wie die Anzahl  Überlebenden nach einer Z-Apokalypse. Auf der einen Seite sind es ein paar Millionäre (ab 5 Millionen gehört man eigentlich dazu) und Milliardäre. Auf der anderen Seite sind es ein paar Versprengte die sich selbst und denen vielleicht auch der Zufall geholfen hat. Man mag sich fragen, warum denn immer noch mehr als 5% Leuts dieser Partei ihre Stimme geben, die doch nichts mit ihnen gemein hat. Die Antwort lautet: Zombies! Diese Partei wird außer von ihrem Klientel der mindestens -5-fach Millionäre von einem großen Haufen hirntoter Zombies gewählt, die man noch nicht bemerkt hat.

Die Gier der Flyboy-Partei. Was für ein gesellschaftskritisches Bild Romero da entworfen hat. Der Luftikus, der eigentlich für alle verantwortlich ist, ballert aus einem übertriebenen Possessivreiz aufrührerische seiner eigenen Art nieder. Nicht dass diese vielleicht die besseren gewesen wären, nein, das nicht, aber die Notwendigkeit des Teilens hat er in seiner Gier übersehen und…

…die Folgen nicht abgeschätzt. Auf dem Weg nach oben, wird er gebissen und man achte wieder einmal auf die Symbolik: 

Nach der Transmutation fährt Andrews mit dem Fahrstuhl hinunter, bergab, um sich mit nun seinesgleichen zu vereinen. Und weiter:

Nun geht es ihm nur noch um Fleisch, er zeigt sein wahres Gesicht, demaskiert verbündet er sich nun mit seinen Interessenten, die primär sich selbst am nächsten sind und sekundär die Welt bedrohen. Ähnlich ist es wohl auch mit vielen sehr reichen Menschen, also jene Handvoll, für die die Flyboy-Partei eigentlich steht. Gerne andere beißen, aber ganz erschrocken tun, wenn auf einmal alles kaputt ist. Massiv den Ankauf illegaler Steuersünderdateien (sind V-Leute dann nicht auch illegal? Und Abhörungen? Und verdeckte Ermittlungen? Na, Mensch sowas aber auch…) anklagen, das ist ja nun laut und deutlich mit den Zombies gestöhnt… Ne, halt, da sind sie mit mir durchgegangen, so sind Zombies ja gar nicht.

Zum Schluss bleibt die Frage, ob es nun gut ist, dass Francine mit einem Kind, gezeugt aus Andrews Lenden, entkommen kann. Was für ein böses Ende!

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