Eine kleine Geschichte über den Tod und den Untod

heißt meine Geschichte für die Anthologie Diabolos im LUZIFER-Verlag

Inhalt:

 

1. Vincent Voss mit »Eine kurze Geschichte über den Tod und den Untod« 2. Illustration von Jan Hillen 3. C.J. Walkin mit »Abyssus abyssum invocat« 4. Arthur Gordon Wolf mit »Tal der Toten« 5. Illustration von Astrid Christ 6. Dirk Alt mit »Die Verschwörung« 7. Thomas Backus mit »Penner« 8. Illustration von Lydia Pollakowski 9. Michael Dissieux mit »Der Fluch der Hexe« 10. Achperosch mit »Die weiße Stunde« 11. Illustration von Jan Hillen 12. Torsten Scheib mit »Die Lemminge« 13. Ann-Helena Schlüter mit »Gegangen« 14. Illustration von Viktor Bogdanovic 15. Herbert Blaser mit »Nachtbesuch« 16. Michael Dissieux mit »Das dunkle Vermächtnis« 17. Illustration von Lothar Bauer 18. C.J. Walkin mit »Without Innocence – The Cross is only Iron« 19. Rona Walter mit »Classico«

Thomas ist anders in Mängelexemplare

Meine Geschichte “Thomas ist anders” wurde in der von Constantin Sauff herausgegebenen Anthologie “Mängelexemplare herausgegeben. Ein Kleinod! Die limitierte Sammlerauflage ist schon vergriffen, bald wird das Taschenbuch erscheinen. http://www.darkandcheesy.de/2013/03/06/mangelexemplare-makabre-erzahlungen-baem/

FAULFLEISCH

Faulfleisch, mein zweiter Roman. 

 Jetzt im Torsten-Low-Verlag:

Klappentext: Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, kommen die Toten nach Wakendorf II

Wegen der Kinder waren sie aufs Land gezogen. Hatten die Großstadt Hamburg gegen die Gemeinde Wakendorf II eingetauscht. Doch das Landleben ist nicht ganz so beschaulich, wie Liam es sich vorgestellt hat. Erst trifft er bei einem Spaziergang auf einen nackten, gefesselten Mann, dann vermeint er hinter einer Fensterscheibe eine blutige Hand zu sehen. Als Liam in der Alsterniederung einen blutigen Fund macht, überschlagen sich die Ereignisse. Und die Pforten der Hölle öffnen sich …

Ein deutscher Regional-Horrorroman von Vincent Voss

Leseempfehlung: ab 18 Jahre

352 Seiten Taschenbuch

ISBN 978-3-940036-17-9 gebundener Ladenpreis 13,90 Euro (incl. Porto und Verpackung).

Und hier ein paar Stimmen zum Werk:

Horror and more:

http://testwerkstatt.blogspot.de/2013/01/faulfleisch-vincent-voss.html

Fictionfantasy:

http://fictionfantasy.de/backusfaulfleisch

Anderweltler

http://www.anderweltler.de/Rezensionen.html

2012 T minus Null Sechs Schlüssellöcher. Sechs mögliche Weltuntergänge.Niedergeschrieben von apokalyptischen Propheten:Michael Marrak – Das Erlöschen der Sterne? Christian Günther – Die Anbetung des Kraken? Stefan Burban – Die schwarzen Stürme? Frank Lauenroth – Der Besuch der K’tarr? Karsten Kruschel – Das totale Grün? Vincent Voss – Der Cazimi-Kult?Mit einer Rahmenstory von Uwe Post.2012 T minus Null ISBN: 978-3-943795-17-2 13,95 (Taschenbuch), 7,95 (eBook)>>> Leseprobe “Wäre die Zukunft ein langer Gang mit unendlich vielen Türen, würdest du sie alle verschlossen vorfinden. Drück eine dieser Klinken, rüttle an jener dort drüben – der Zutritt bleibt dir jedesmal verwehrt. »Suchst du etwas?« Diese Stimme! Dieser Geruch von Schwefel und Feuer! Du fährst herum. Dämonenfratze! Gleich hier, gleich vor deinem Gesicht. Aug in Aug mit dem Verderben, von dessen Zähnen rostiges Quecksilber perlt, dessen Hörner Schwarze Löcher in die Raumzeit bohren, dessen Blick Tote aufweckt, bloß damit sie erkennen, dass alle Hoffnung vergebens ist und war und für immer sein wird. »Ich suche die offene Tür. Die mit der wirklichen Zukunft«, sagst du mit belegter Stimme, und der Dämon lacht, lacht, lacht. Lacht dich aus, dich armes Menschlein, das neugierig die Meta-Dimension betreten hat, ganz ohne Eintrittskarte oder Zutritts-ermächtigungsnachweis, der gefälligst ordentlich gestempelt zu sein hat, nebst Unterschrift der kosmischen Unwirklichkeits-Behörde. »Bist nicht so dumm, wie du aussiehst«, sagt der Dämon, als er seinen Ausbruch von Frohsinn überstanden hat. »Ja, es gibt eine offene Tür, aber sie zu finden, kostet dich unendlich viele Leben.« Eine schwere Pranke, kalt und schuppig, legt sich auf deine Schulter. Gespieltes Mitleid tropft aus den Worten: »Du hast aber nur eins.« Du lässt den Blick traurig über die Türen schweifen, die zu beiden Seiten des Gangs ins Ungeschehene führen, in die Baldrealitäten, die Nochnicht-Wirklichkeiten. Du zögerst, dein Blick bleibt hängen. Jede Tür besitzt unter ihrer eisernen Klinke ein altmodisches Schlüsselloch. »Würde ich hindurch schauen, was würde ich sehen?«, fragst du den Dämon …”   

Vor dem Weltuntergang …    … war Vincent Voss Vater dreier Kinder, die er durch eine geheime Erfindung vor der Apokalypse retten konnte. Sein Debutroman »172,3« hilft einem mit dem Abnehmen aufzuhören und sollte die Welt im Oktober 2012 noch nicht untergegangen sein, folgt »Faulfleisch«, ein Zombiethriller mit nur 11 untoten Protagonisten. Die Idee zur Geschichte »101112« liegt einer Shadowrun-Kampagne zugrunde, die er damals leitete. Seither verfolgt ihn die Zahl 11. Für den Wikipedia-Eintrag zu Friedrich-Wilhelm-Murnau, ein enger Freund von Walter Spieß, und die dortige Feststellung, elf Personen hätten an seiner Beerdigung von ihm Abschied genommen, ist er nicht verantwortlich.  … war Stefan Burban Schriftsteller. Seine Military-Science-Fiction-Serie um den Ruul-Konflikt zeitigte einigen Erfolg und die Bände dominierten regelmäßig die Amazon-Verkaufscharts. Sein Erstlingswerk erschien unter dem Titel »Tödliches Kreuzfeuer« bereits 2008 und stellte die Vorgeschichte zum Ruul-Konflikt dar. »Schwarze Stürme« war sein erster (und vor dem Eintreten des Weltuntergangs letzter) Beitrag zu einer Anthologie. Weitere Informationen unter www.stefan-burban.de  … war Frank Lauenroth Schriftsteller. Sein Roman »Boston Run« dominierte vier Jahre die Amazon-Verkaufscharts für das zugegeben sehr schlanke Subgenre eines Marathon-Thrillers. Für die Hörbuchfassung konnte zudem Johannes Steck, einer der anerkannt besten, deutschsprachigen Hörbuch-Interpreten gewonnen werden. Als praktizierender Optimist veröffentlichte Lauenroth noch im Oktober 2012 eine Fortsetzung, die sinnigerweise »New York Run« hieß. Mehr dazu und zu seinen Aktivitäten im SF-Genre findet der geneigte Leser unter www.franklauenroth.de.  … war Christian Günther neben dem Schreiben als Webdesigner und Grafiker tätig. Fähigkeiten, die ihm in der Zeit nach dem Tag X keinerlei Nutzen bringen. Er wurde 1974 geboren, lebte in der Märchenstadt Buxtehude und hielt sich am Liebsten mit seinem Hund im Wald auf. In seinen beiden ersten Romanen »under the black rainbow« und »Rost« sowie in zahlreichen Kurzgeschichten zeichnete er das Bild eines düster-futuristischen Norddeutschlands. Im Web: www.cyberpunk.de  Ehe er sich kurz nach dem Weltuntergang auf die Reparatur von Rasenmähern verlegte, war Karsten Kruschel - nicht unbedingt in dieser Reihenfolge – Kabarettist und Hilfspfleger in Magdeburg, Kfz-Lagerist in Eilenburg, Call-Center-Agent, eBay-Shop-Betreiber, Pförtner in Dresden, wissenschaftlicher Assistent, Lehrer, Chefredakteur, Projektleiter, PR-Berater in Berlin und ab 2010 freier Autor in Leipzig. Er promovierte mit einer Arbeit zur SF-Literatur der DDR und veröffentlichte Erzählungen, Rezensionen und Essays. Seine beiden Romane »Vilm« und »Galdäa« wurden jeweils mit dem »Deutschen Science Fiction Preis« ausgezeichnet.  … lebte und arbeitete Michael Marrak als freier Schriftsteller, Illustrator und Stadtflüchtling im Orbit eines beschaulichen Ortes im Harzvorland, wo er sein Habitat unfreiwillig mit einem kybernetisch getunten Marder und seinen Garten mit persistentem Wildwuchs teilte. Geboren 1965 im tauberfränkischen Weikersheim, studierte Marrak Grafik-Design in Stuttgart und trat Anfang der neunziger Jahre als Autor, Herausgeber und Anthologist in Erscheinung. Nach einigen Jahren als freier Illustrator widmet er sich seit 1997 ganz dem Schreiben und wurde für seine Romane »Lord Gamma« und »Imagon« sowie seine Erzählungen und Illustrationen mehrfach ausgezeichnet. Übersetzungen seiner Texte erschienen in Frankreich, Griechenland, Russland, China und den USA. Von 2006 bis Ende 2011 war Michael Marrak im Hannoveraner Entwicklerstudio Reakktor Media für das Story Development und Game Design des SF-MMOs »Black Prophecy« verantwortlich, dessen Hintergrundgeschichte er seit 2005 entwarf. Website: www.michaelmarrak.de

 

Nun ist es soweit, der Weltuntergang kann kommen.

2012 T minus Null

Herausgeber Uwe Post umspannt mit einer Rahmengeschichte sechs Erzählungen rund um den Weltuntergang. Zudem zeigt er sich zusätzlich für das Cover und eine Innenillustration verantwortlich, für die ich ihm sehr dankbar bin. Zu den Geschichten:

Vincent Voss –  101112

Zu meiner Geschichte nur soviel: Sie wurde als Shadowrun-Kampagne über mehrere Jahre gespielt und hat uns in den Wahnsinn getrieben. 11 ist überall. Seit Jahrhunderten.

Stefan Burban – Schwarze Stürme

Das skizzierte Endzeitszenario kommt überfallartig und gewaltig. Stefan Burban zerlegt die bisherige Welt und lässt Robert und Karola die Apokalypse erleben.

Frank Lauenroth – K´tarr!

Ein intelligenter Plot, der gekonnt mit den Zeitdimensionen spielt. Cornelius erlebt durch eine Spende für eine bettelnde Frau den Bruch seines Lebens und schließlich hängt von ihm das Schicksal der Erde ab. Na ja, und von dem Unter`trk der Amun`trk. Großartige Geschichte, wie ich finde.

Christian Günther – Die Tage des Kraken

Überall auf der Welt tauchen plötzlich gigantische Kraken auf und werden verehrt. Mittendrin Frank, der seine Frau und seine Tochter aus den Fängen einer Sekte befreien will. Rasantes Action-Kopfkino mit Zombiebeklemmungsgefühl. Ich habe mich bestens unterhalten gefühlt!

Karsten Kruschel: Grün: Im Sternzeichen des Rasenmähers

Das Setting war mir gänzlich neu und die Geschichte ist mir dadurch am nachhaltigsten in Erinnerung geblieben. Ein Durchbruch zur Bekämpfung gegen den Welthunger, das Komplexgibberellin, lässt Menschen gegen die wilde Vegetation kämpfen. Ein Mord in einer kleinen Siedlung, in der Rasenmähen eine existenzberechtigende Tätigkeit ist, führt zu einer unvorstellbaren Erkenntnis: Es kann noch schlimmer kommen! Applaus!

Michael Marrak – Das Königreich der Tränen

Die letzte Erzählung des Bandes ist auch die komplexeste. Auch hier wird mit Zeitdimensionen gespielt, es gibt zwei Erzählstränge, die wunderbar zusammenlaufen. Zum einen ist es die Reise Pangalés und Ambaras durch die Schöpfungsmythologie der Dogon. Ich habe selten eine Mythologie so meisterhaft erzählt und in eine Geschichte eingebettet gelesen. Zum anderen sind es die Erlebnisse der Evolutionsbiologin Adriana Flores in Quazar, dem peruanischen Supernova-Frühwarnsystem. Michael Marrak erzählt fundiert aber nie aufdringlich, die Protagonisten sind unglaublich glaubwürdig dargestellt. Chapeau!

Fazit: Eine rundum gelungen Sammlung, die wahrlich Lust auf einen der sechs Weltuntergänge macht. Uwe Post hat nicht nur mit der Rahmenstory, sondern auch mit dem Cover gute Arbeit geleistet. Bemerkenswert ist die Verknüpfung zwischen Horror- und Science-Fiction-Elementen, ein Weg, der durchaus häufiger beschritten werden darf.

Zombie des Monats

Heute wird das realweltliche Pendant zu Stephen Flyboy Andrews benannt und er wird der Zombie der letzten Monate sein. Sie erinnern sich sicher  an diese Figur aus „Dawn of the dead“, den Helikopter-Pilot  und Verkehrsberichterstatter? Nicht wirklich? Dann helfe ich auf die Sprünge… er fliegt den Hubschrauber und fällt eher als nichts könnende Nebenrolle auf, gelegentlich bringt er sogar seine Partner in Gefahr.  Er und seine Gefährten verschanzen sich in einem  Kaufhaus, bereinigen es von den Untoten und leben wie die Maden im Speck, bis… eine Horde marodierender Rocker einfällt und das Kaufhaus plündert. Alles ist in Ordnung, aber dann schlägt sie zu: DIE GIER. Während sein Kollege Roger sich mit dem weisen Kommentar „Es ist genug da!“ zurückzieht, überkommt es Flyboy, er dreht durch und eröffnet willenlos das Feuer. Na, kommen Sie schon darauf? Man lebt wie die Made im Speck und kann dann immer noch nicht den Hals voll genug bekommen? Na?

Weiter im Text. Flyboy hat die Situation unterschätzt, er wird angeschossen und flüchtet unter 5%  (Hinweis erkannt?)verwundet in den Fahrstuhl, wohin ihm die Untoten folgen und ihn beißen. Er kann sich gerade noch so in die Kabine retten. High noon, Punkt 12 Uhr, öffnet sich die Fahrstuhltür und der totenGELBE Andrews verbündet sich mit seinen untoten Zombiefreunden und führt alle Bestien gewissenlos zu seinen ehemaligen Freunden.

Welche Symbolik in dieser Szene steckt, welch Brückenschlag möglich ist… Also erst einmal muss man ja mal erwähnen, dass die FDP ja eigentlich für eine Interessengruppe steht, die der Anzahl nach ähnlich groß sein dürfte, wie die Anzahl  Überlebenden nach einer Z-Apokalypse. Auf der einen Seite sind es ein paar Millionäre (ab 5 Millionen gehört man eigentlich dazu) und Milliardäre. Auf der anderen Seite sind es ein paar Versprengte die sich selbst und denen vielleicht auch der Zufall geholfen hat. Man mag sich fragen, warum denn immer noch mehr als 5% Leuts dieser Partei ihre Stimme geben, die doch nichts mit ihnen gemein hat. Die Antwort lautet: Zombies! Diese Partei wird außer von ihrem Klientel der mindestens -5-fach Millionäre von einem großen Haufen hirntoter Zombies gewählt, die man noch nicht bemerkt hat.

Die Gier der Flyboy-Partei. Was für ein gesellschaftskritisches Bild Romero da entworfen hat. Der Luftikus, der eigentlich für alle verantwortlich ist, ballert aus einem übertriebenen Possessivreiz aufrührerische seiner eigenen Art nieder. Nicht dass diese vielleicht die besseren gewesen wären, nein, das nicht, aber die Notwendigkeit des Teilens hat er in seiner Gier übersehen und…

…die Folgen nicht abgeschätzt. Auf dem Weg nach oben, wird er gebissen und man achte wieder einmal auf die Symbolik: 

Nach der Transmutation fährt Andrews mit dem Fahrstuhl hinunter, bergab, um sich mit nun seinesgleichen zu vereinen. Und weiter:

Nun geht es ihm nur noch um Fleisch, er zeigt sein wahres Gesicht, demaskiert verbündet er sich nun mit seinen Interessenten, die primär sich selbst am nächsten sind und sekundär die Welt bedrohen. Ähnlich ist es wohl auch mit vielen sehr reichen Menschen, also jene Handvoll, für die die Flyboy-Partei eigentlich steht. Gerne andere beißen, aber ganz erschrocken tun, wenn auf einmal alles kaputt ist. Massiv den Ankauf illegaler Steuersünderdateien (sind V-Leute dann nicht auch illegal? Und Abhörungen? Und verdeckte Ermittlungen? Na, Mensch sowas aber auch…) anklagen, das ist ja nun laut und deutlich mit den Zombies gestöhnt… Ne, halt, da sind sie mit mir durchgegangen, so sind Zombies ja gar nicht.

Zum Schluss bleibt die Frage, ob es nun gut ist, dass Francine mit einem Kind, gezeugt aus Andrews Lenden, entkommen kann. Was für ein böses Ende!

Autopsiebericht

In den letzten Tagen drängt sich mir verrottendes Herbstlaub auf, erinnert mich an Vergänglichkeit und daran, dass es Zeit wird zu schreiben. Was abgeht: Unten liste ich mal die nächsten beiden VÖ auf, auf die ich mich wirklich sehr freue. Dann freue ich mich natürlich auf Faulfleisch, das demnächst erscheint.

Für 2013 hoffe ich, dass mein drittes Buch “Töte John Bender” erscheint, die Chancen dafür stehen recht gut. Neben einigen Kurzgeschichten-Projekten schreibe ich jetzt parallel an einem Coming out of age-Horror-Roman; einem Dark-Fiction-Roman und arbeite anFaulfleisch II (Recherche). Bockt alles, aber Zeit ist gerade ein knappes Gut.

In  Kürze erscheinen folgende Anthologien:

6 Weltuntergänge – September 2012. Das können Sie gar nicht verpassen! Du lässt den Blick über die Türen schweifen, die ins Ungeschehene führen. Du zögerst, dein Blick bleibt hängen. Jede Tür besitzt unter ihrer eisernen Klinke ein altmodisches Schlüsselloch…

Sechs Schlüssellöcher. Sechs mögliche Weltuntergänge.

Das Erlöschen der Sterne? Die Anbetung des Kraken? Die schwarzen Stürme? Der Besuch der K’tarr? Das totale Grün? Der Cazimi-Kult?

Niedergeschrieben von apokalyptischen Propheten:

Stefan Burban · Christian Günther Karsten Kruschel · Frank Lauenroth Michael Marrak · Vincent Voss

Mit einer Rahmenstory von Uwe Post.

Dazu kommt dann noch:

DÜSTERE PFADE

DÜSTERE PFADE

Hrsg. Alisha Bionda

p.machinery Anthologie Taschenbuch Sep. 2012 Status: Vorschau

Cover- und Innengrafiken: Crossvalley Smith

Mit farbigen Innengrafiken

Autoren schreiben düster-phantastische Kurzgeschichten über DÜSTERE PFADE zu Grafiken von Crossvalley Smith.

Autorenverzeichnis

Tobias Bachmann, Tanja Bern, Tanya Carpenter, Erik Hauser, Oliver Kern, Guido Krain, Dave T. Morgan, Thomas Neumeier, Sören Prescher, Vincent Voss, u.a.

172,3

So, ich habe ja bisher noch gar nicht auf meinen Debutroman "172,3" hingewiesen, das hole ich nun nach. Vorhang auf:
172,3 172,3 Hersteller LUZIFER-Verlag Steffen Janssen Preis 14,95€

Roman, illustriert, 234 Seiten Genre: Horror

Autor: Vincent Voss   ISBN: 978-3-943408-06-5   Leseprobe   Vor langer Zeit … lag Unheil über einem kleinen Dorf bei Lübeck.  Dunkle Mächte – in Gestalt eines fleischgewordenen Wunsches – bedrohten die Dorfgemeinschaft und trieben sie zu einem grausamen Mord.    Heute … wiegt Viktor Vogel 172,3 Kilogramm. Er wagt einen letzten Versuch, endlich abzunehmen und besiegelt diesen Schwur unfreiwillig mit seinem Blute an jenem unheiligen Ort. Erneut erwacht das Böse und nährt sich an Viktors Pfunden. Unheimliche Vorkommnisse begleiten fortan sein Leben und Viktor begreift: Abnehmen kann tödlich sein! Für ihn und alle, die er liebt!      Mit 12 Illustrationen von Jessica May Dean.

Heimweh eines Cyborgs

Bionda, Alisha (Hrsg.), Heimweh eines Cyborgs

Alisha Bionda (Hrsg.) HEIMWEH EINES CYBORGS Dark Wor(l)ds 3 Juni 2012, 188 Seiten, Taschenbuch ISBN 978 3 942533 15 7 EUR 13,90 (DE)

Ein Auftragsmord ist eine schmutzige Sache – doch wie schmutzig, erfährt der Profikiller Jones erst, als er Nachforschungen über sein Opfer anstellt … Die Menschheit hat sich längst selbst vernichtet. Aber noch immer kreisen die von ihnen hergestellten Cyborgs in den Weiten des Universums in ihren Watch-Stationen. So auch je ein Exemplar der Trenobel- und der Krenobel-Baureihe. Sie beobachten Unglaubliches und werden Zeuge vom Sinn des Lebens und schließlich begegnen sie Gott …. Sebastian Grün ist Geschäftsführer von vier Bestattungsgeschäften. Er kämpft mit anderen Interessenvertretern um ein Bestattungsrecht für Cyborgs. Zeitgleich mit einem schicksalsträchtigen Ereignis während seines Urlaubs auf dem unter Planetenschutz gestellten Biotop Tropicora, beschließt der Hohe Rat ein Einlenken in diesem umkämpften Rechtsstreit. Sebastian wähnt sich am Ziel und bietet endlich auch Bestattungen für seinesgleichen an. Dann erscheint Lucie in seiner Geschäftszentrale und alles wird anders, als er es sich gedacht hatte …

Lucas Bahl, Barbara Büchner, Frank & Desirée Hoese, Guido Krain, Christoph Marzi, Thomas Neumeier, Lothar Nietsch, Sören Prescher, Achim Stößer, Vincent Voss und Arthur Gordon Wolf bieten Fiction jenseits der eingetretenen Pfade. Ihre Inspiration bezogen sie aus den farbigen Grafiken von Crossvalley Smith.

Meine bescheidene Meinung zu den Geschichten:

Achim Stößer – Roboterhunger

“God created Adam and Eve, not Andrew and Robert” Der Androidenrechtler Pete bereitet sich auf seine Rede auf dem ersten Androidenrechtskonkress vor und etwas Unerwartetes passiert. Ein Opener in dem Band, der die Theamtik voll und ganz erfasst und dazu noch gut geschrieben ist.

Desirée&Frank Hoese – Das Gesetz des Chaos

Der Auftragskiller Mr Levine bekommt einen Kontrakt auf Numa City, der Stadt der oberen Zehntausend angeboten. Aber zwischen ihm und seinem Opfer gibt es eine Beziehung… Eine intelligente und “dreckige” Geschichte. Hab während des Lesens wieder Bock auf SR bekommen!

Guido Krain – Vierundzwanzig Stunden

Exkursion auf den Marsmond Phobos mit weitreichenden Folgen für die gesamte Besatzung. Düster, dicht und atmosphärisch wird hier eine Geschichte kredenzt, die vielleicht nicht neu ist, dafür aber so gut geschrieben, dass es letztlich egal ist. Echt bedrohlich!

Lothar Nietsch – Die Schöpfung – Der nächste Level

Mein Favorit! Humor paart sich mit Philosophie auf engstem Raum in einem stark abgegrenzten Setting und es unterhält einen enorm. Trenobel und Krenobel rocken das All!Saustark!

Thomas Neumeier – Wer die Information sät

Vor der Gipfelkonferenz der Allierten Welt geschieht ein Mord an einen Agenten. Niemand kann dem anderen in dieser angespannten Lage mehr trauen. Eine intelligente Detektivsgeschichte, die zu unterhalten wusste.

Barbara Büchner – Schrotts Phantom

Baron Gramm will bauen, aber unheimliche Geschehnisse vertreiben ihm die Arbeiter. Der Söldner Dietrich Graf Mencke wird beauftragt, die Ursache zu beheben. Ein elektrostatisches Abenteuer um Schrotts Phantom beginnt. Tolle Geschichte!

Vincent Voss – Lucie

Was soll ich sagen, siehe Klappentext

Christoph Marzi – Heimweh eines Cyborgs

Ein Tagebuch des Schönheitswahns, eigen geschrieben, spezielle Perspektive, eine Geschichte, die mir sehr gefallen hat.

Sören Prescher – Pünktlichkeit und Perfektionismus

Wer kennt nicht den übereifrigen, tollen Kollegen, der immer besser ist, als man selbst. Korrekt und bieder. Klaus Gärtner kommt dem Geheimnis seines Kollegen Rohlik auf die Spur.

Arthur Gordon Wolf – Projekt Condor II

Wahnsinniger Spannungsaufbau und eine bis ins Detail recherchierte Geschichte über eine Expedition in Nazca/Peru, mit dem Ziel die dortigen Linien genauer zu erforschen. Ich wünschte, sie hätte nicht so schnell geendet. Mein Platz 2.

Lucas Bahl – Zeitlang

Hach, auf was für Ideen manch einer kommt! Leider kann man nichts verraten, ohne der Geschichte ihre Pointe zu nehmen, aber auch sie ist einfach genial.

Fazit: Eine sehr starke Anthologie in meinen Augen, bin gespannt, was andere darüber schreiben oder sagen!

Zombie des Monats April/Mai 2012

Der Zombie des Monats…

 tourt offenbar bald durch Deutschland, daher sieht man sein Konterfei auf allen zu beklebenden Flächen in urbanen Räumen. Für mich wäre er der cineastische Zombie-Rudel-Anführer, jener Untote der als erster zum Beispiel in der Nase bohrt, darüber nachdenkt und menschliche Verhaltensweisen adaptiert. Jener Zombie, der als erster einfache Werkzeuge benutzt. Steine um das Schaufenster einzuschlagen, hinter dem die letzten Überlebenden Schutz gesucht haben, eine rudimentäre Waffe benützt, Leitern erklimmt, Türen öffnet usw. Diesem Chef-Zombie folgen dann die Horden, in diesem Fall die UNhorden überall hin, schaukeln und wiegen sich, stöhnen und grunzen ihm alles nach, pappen sich kryptische Aufkleber auf ihre Autos, die dem Aussehen nach eine völlig andere Musik versprechen als das, was man von ihm zu hören bekommt. Ach halt, das ist ja jetzt der echte und gar nicht der falsche, verdammt, irgendwie unheilig das Ganze. Also mein Zombie des Monats wäre in seinem vorherigen Leben adlig gewesen, vielleicht so was wie ein Graf. Er würde die Zombiehorden gestylt anführen,  sie liefen ihm hinterher, sammeln alles Gekröse und Abfallende des Grafen ein und verschlingen es. Der Graf zieht neue Energien aus diesem Vorgang, zieht weitere Unhorden an sich, verliert dabei aber mehr und mehr von seinem Fleisch, alles schlabbert nur noch so aus ihm heraus. Wirklich eklig. Vielleicht weint er auch ein bisschen, wegen der früheren Tage, als er nur ein paar Untote in seinem Gefolge hatte. Jetzt füllt der Zombie-Graf Stadien mit Untoten und verliert mehr und mehr bis nur der blanke Knochen bleibt.

Sherlock Holmes und das Druidengrab

EINE STUDIE IN BLUT Désirée Hoese Dass eine rätselhafte Serie von Entführungen die Londoner Öffentlichkeit vollkommen kalt lässt, mag man kaum glauben – doch da die Opfer zu den ärmsten und verrufensten Bewohnern der Metropole zählen, interessiert sich die Polizei nicht dafür. Die Bettler, die Holmes damit beauftragen, der Sache nachzugehen, müssen mit Watsons Hilfe vorliebnehmen, denn der Meisterdetektiv ist mit einer anderen Angelegenheit beschäftigt: Die große Opernsängerin Irene Adler ist tot, und ihre Leiche ist spurlos verschwunden. Während Holmes nach ihr sucht, enthüllen die Bettler ein Geheimnis, das Watsons Ansichten über das Übernatürliche auf den Kopf stellt. Doch manchen Beweisen kann sich auch ein nüchterner Wissenschaftler wie Watson nicht verschließen – und Holmes läuft ahnungslos in eine teuflische Falle.

Weltumspannend, mystisch, apokalyptisch. In Kürze wird hier ein bedrohliches Szenario entworfen, in dem sich zum einen zahlreiche Holmes-Figuren zum Stelldichein versammeln, die Welt bedroht wird und es gelungen mystisch zugeht. Und das alles in einer Kurzgeschichte. Chapeau!

STIMMEN AUS DEM JENSEITS Vincent Voss Séancen sind in London längst keine Modeerscheinungen mehr, sondern sie gelten als ernste Wissenschaft. In diesem Fall, der sich im Herbst 1894 ereignete, hat Sherlock Holmes es mit düsteren Prophezeiungen aus der Welt der Geister zu tun. Die junge Erbin Lady Carter, lebenslustig und keine Festivität von Stand und Bedeutung auslassend, bittet um Hilfe, denn der Teufel selbst hat ihren baldigen Tod angekündigt. Holmes und Watson nehmen es mit unheilverkündenden Stimmen aus dem Jenseits auf …

Tja, nun, das müssen andere beurteilen.

DIE BRENNENDE BRÜCKE Ramón Scapari Im Spätherbst 1895 machen sich Sherlock Holmes und Dr. Watson zu einem Wochenendausflug in die Normandie auf, ursprünglich um einer Bitte eines berühmten Architektes nachzukommen, der um seinen Ruf fürchtet. Holmes wird von Erlebnissen aus seiner Vergangenheit eingeholt und ahnt bereits, dass sich eine schreckliche Tragödie erneut ereignen könnte, als die Eisenbahnbrücke von Souleuvre urplötzlich in blauen Flammen steht.

Ein mysteriöses Phänomen wird von Holmes meisterlich einer weltlichen Auflösung überführt. Es geht historisch und sehr wissenschaftlich in dieser Geschichte zu. Ich mochte sie gern.

HOLMES UND DER WIEDERGÄNGER Tanja Bern An einem kalten Novembertag klopft ein Mann aus Lymington an Holmes’ Tür und bittet den Detektiv um seine Hilfe. Voller Schrecken berichtet der Fremde von einem Wiedergänger, der in seinem Dorf die Bewohner grausam meuchelt. Watson ist diese Geschichte unheimlich, denn sogar die Polizei hält mittlerweile Abstand, doch Holmes lässt die Sache nicht los. Treibt dort wirklich ein Vampir sein Unwesen? Holmes und Watson geraten in eine gefährliche Jagd nach einem gnadenlosen Mörder.

Ein weiteres Mal geht es um Vampire. Die Auflösung des Falles kam für mich nicht überraschend und so richtig warm wurde ich nicht mit ihr. Geschmackssache, denn sie ist durchaus gut geschrieben.

DER GEIST VON CARRINGTON HALL Anke Bracht In Carnington Hall finden kurz nacheinander drei Menschen den Tod. Allen soll eine weiße Frau erschienen sein, die ihnen das nahe Ende prophezeit hat. Völlig enerviert bittet Earl of Carnington den Meisterdetektiv und seinen Freund Dr. Watson, das Rätsel um die Todesfälle und die Erscheinung zu lösen. Bei ihren Ermittlungen kommen Holmes und Watson einer schier unfassbaren Familientragödie auf die Spur.

Eine sehr stimmungsvolle Geschichte, das Duo Holmes und Watson gut getroffen, nur mit der Auflösung des Falles war ich nicht zufrieden, da doch zu viele Fäden am Ende etwas zu überhastet zusammenliefen.

SHERLOCK HOLMES UND DER GOLEM K. Peter Walter Prag 1912: Eigentlich will Sherlock Holmes mit seinem Freund Dr. Watson nach dem Anschluss eines schwierigen Falles noch ein paar musikselige Urlaubstage in der Donau-Metropole verbringen, doch der Schriftsteller Max Brod macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Dem alten Reb Treppengelaender ist eine wertvolle Handschrift aus dem 16. Jahrhundert abhandengekommen, und sein Schabbes-Goi – der für fromme Juden am Sabbath verbotene Dinge wie Feueranzünden und Botengänge erledigt – ist ebenfalls verschwunden. Das Buch findet sich wieder, doch dann bringt ihre Vermieterin Mrs Vrchlicková Holmes und Watson zu einem schwer verletzten Jesuiten. Der Ire ist ihr heimlicher Geliebter, trauert aber ebenfalls dem verschwundenen Schabbes-Goi nach. Der befindet sich gerade auf einem Rachefeldzug gegen die, die ihn einst missbrauchten. Unversehens stehen die beiden Detektive dem bekanntesten Fabelwesen Prags gegenüber.

Ich vermute einmal, es ist gut recherchiert worden. Auf jeden Fall wirkte es auf mich überzeugend, so dass ich wunderbar ins historische Prag eintauchen konnte. Wahrscheinlich die polarisierenste Geschichte, in der sich Watson als ziemlich bissig zeigt. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt.

DIE GEISTERSCHLANGE Guido Krain Eigentlich hätte es ein gemütliches Wochenende am Kamin eines alten Freundes werden sollen. Doch was ist schon gemütlich für einen Mann, der seine freie Zeit an der Seite eines Meisterdetektivs verbringt? Tür an Tür mit einem unsichtbaren Meuchler verlebt Dr. Watson eine mörderische Zeit auf Burg Castonhall. Sicher ist allenfalls die Feststellung, dass die Bemerkungen seines Freundes Sherlock Holmes nicht das Bissigste in dem alten Gemäuer sind.

Ein Klassiker in meinen Augen. Das Treffen unter Freunden, jeder mit einem mitunter exotischen Geheimnis, ein rätselhafter Mord und los geht es. Das Ende ist vielleicht etwas überraschend mystisch…

SHERLOCK HOLMES UND DAS DRUIDENGRAB Barbara Büchner Sherlock Holmes wittert die Falle, als Meisterverbrecher Professor Albus Millstone ihn einlädt, die Ausgrabungstätte eines Druidengrabes zu besuchen. Entschlossen, seinerseits eine Falle zu stellen, nimmt er die Einladung an. Und beinahe gelingt es ihm auch, Millstone zu fassen – aber dieser gebietet über Mächte, denen selbst ein Sherloch Holmes nicht gewachsen ist!

Sehr stimmungsvoller Anfang, sehr gruselig und dann folgt die Action! Für mich zu viel Schießpulver in einer guten Geschichte.

DIE FREMDE Andreas Flögel Spät in der Nacht bringt ein Lohnkutscher eine seltsam geistesabwesende junge Frau zu Sherlock Holmes. Er hat sie in seiner Kutsche vorgefunden als er Feierabend machen wollte. Seine Passagierin hat ihr Gedächtnis verloren, weiß weder, wer sie ist, noch wo sie hin will. Ihre Kleidung ist blutgetränkt, jedoch scheint sie dieser Umstand nicht weiter zu berühren. Während Watson die Frau medizinisch untersucht, wendet Holmes seine Fähigkeiten an, um Näheres über sie herauszufinden. Beide müssen verwundert feststellen, dass die Ergebnisse ihrer Untersuchungen mehr Fragen aufwerfen, als Antworten zu geben. Doch das ist erst der Anfang. Diese Nacht wird ihnen nicht nur den bedingungslosen Glauben an die Wissenschaft, sondern fast auch ihr Leben kosten. 

Auch spannend begonnen mit einer sehr phantastischen Auflösung.

SCHLEICHENDES GIFT Sören Prescher Auf Bitten eines völlig aufgelösten jungen Mannes reisen Sherlock Holmes und Dr. Watson nach Rochester. Dort erfahren sie, dass ein angeblicher Mordversuch in Wahrheit ein tatsächlich verübter Mord ist und der Täter von der Polizei noch nicht gefasst wurde. Bereitwillig nehmen Holmes und sein alter Freund die Ermittlungen auf und stoßen dabei auf ein Netz aus Intrigen und Verrat. Zudem ist der Fall deutlich komplizierter, als sie zunächst angenommen haben.

Für mich eine der stärksten Geschichten des Bandes, der auf zwei Ebenen spielt. Zum einen ein Mordfall, zum anderen mystische Elemente, die mit der Zeit spielen. Auch wenn sich letzteres für mich nicht aufgelöst hat, besticht gerade diese Note der Geschichte unglaublich und versetzt den Leser in ein angenehmes Schauern.

SHERLOCK HOLMES UND DER SCHATTEN DES CHRONOS Volker Bätz Einer geheimnisvollen Einladung folgend finden Sherlock Holmes und sein getreuer Begleiter Dr. Watson, ein finsteres Haus nahe der Docks. Sie treffen dort auf den mysteriösen Lawrence Ashby, der sie bittet, einen Mord aufzuklären, der noch nicht geschehen ist. Ungläubig folgt Dr. Watson den Ausführungen Ashbys, der ihnen eröffnet, mediale Fähigkeiten zu besitzen und deshalb mit den Geistern der Toten zu sprechen. Sehr zur Überraschung des guten Doktors lässt sich Holmes vollends darauf ein. Denn es gilt, einen Mord zu verhindern. Die Spurensuche gestaltet sich schwierig – welche Indizien kann man finden für ein Verbrechen, das noch nicht einmal stattgefunden hat? Die Zeit läuft ihnen davon, bis in einer unheimlichen Seance Ashbys Vorhersage wahr zu werden droht.

Ebenfalls gruselig und unterhaltsam, lediglich die Auflösung war mir ein wenig zu mager, sodass es eine gute aber keine sehr gute Geschichte in meinen Augen ist.

SEKHMET DARF NICHT GEDIENT WERDEN Ruth M. Fuchs Es scheint ein tragischer Unglücksfall zu sein, als im Britischen Museum ein Angestellter in einen Aufzugschacht stürzt und sich das Genick bricht. Doch Sherlock Holmes glaubt nicht daran. Denn der Tote hat seltsame Male an seinem Hals. Am Rand des Tals der Könige in Ägypten ist das Grab eines Priesters entdeckt worden und die Exponate sollen in einer Sonderausstellung gezeigt werden. Besteht ein Zusammenhang zwischen dem Tod des jungen Angestellten und dieser Schau? Je mehr sich Holmes und sein treuer Freund Dr. Watson mit dem ägyptischen Priester beschäftigen, der offenbar lebendig mumifiziert wurde, um so sicherer sind sie: Hier ist Übernatürliches im Spiel und es plant nichts Gutes.

Yes! Letztens im HF darüber diskutiert, ob Mumien wieder en vogue oder einfach verstaubt sind. Diese Geschichte zeigt mir, dass man dieses Thema auch sehr gut in einer Kurzgeschichte behandeln kann.

IM RAUCH DER MEERSCHAUMPFEIFE Tanya Carpenter Ein mysteriöser Mordfall ruft Sherlock Holmes und seinen Freund Watson auf den Landsitz des Earls of Beddinfurth. Die Haushälterin fand ihren Brotgeber tot in seinem Kaminzimmer vor. Die Todesursache gibt Rätsel auf. Doch nicht nur deshalb bittet Inspektor Lestrade den Meisterdetektiv um seine Anwesenheit. Die einzigen Indizien am Tatort sind eine Meerschaumpfeife und ein Eintrag im Kalender des Opfers, der auf ein Treffen mit Holmes am Abend zuvor hinweist. Somit ist er der Hauptverdächtige in einem Mordfall.

Gelungener Abschluss dieser Anthologie. Auch eine sehr starke Geschichte mit einem interessanten und einzigartigen Plot.

Also ich freue mich in dieser Anthologie vertreten zu sein, denn jede Geschichte habe ich gerne gelesen. Alle haben einen guten Unterhaltungswert und an einige werde ich mich wahrscheinlich auch noch in einem Jahr erinnern können, mindestens an zwei. Das ist in meinen Augen ein sehr gutes Zeichen!